Erstellen von Begattungsvölkchen

 

 

 

Das Futter darf nicht zu trocken oder zu nass sein. Am einfachsten stellt man das Futter für den Hausgebrauch mit 3 Teilen Puderzucker und 1 Teil Blütenhonig selbst her. Das Futter soll eine marzipanartige Konsistenz aufweisen. Für die Belegstelle kaufe ich den fertigen Futterteig im Imkerfachhandel.

 

Als Füllbienen eignen sich die Bienen aus dem Pflegevolk/Sammelableger oder aus vitalen und gesunden Standvölkern von offenen Brutwaben. Die Altbienen vorher abfliegen lassen. Durch Abkehren der Bienen über ein Absperrgitter werden die Füllbienen drohnenfrei.

 

 

Zur Not könnt Ihr auch die Bienen aus dem Honigraum nehmen. Wenn dieser mit einem Absperrgitter vom restlichem Volk getrennt ist. Dann sind sie auch in der Regel drohnenfrei.

 

Auf gar keinen Fall dürfen Bienen aus „Schwächlingen" verwendet werden.

 

Auch sollten keine Bienen aus Völkern entnommen werden, die sich in Schwarmstimmung befinden. Diese könnten u. U. die zugesetzte Königin abstechen.

 

 

Die Begattungsvölkchen kommen nach der Bildung für 3-4 Tage in Kellerhaft (14 - 20 °C) ein kühler Schattenplatz z.B. ein Carport geht auch. Vor der Aufstellung der Völkchen auf der Belegstelle sollten sie wenigstens ein kleines Wabenherzchen gebaut haben. Sie fühlen sich dann stärker an den Aufstellungsort gebunden. Vor dem Transport zur Belegstelle gibt man den Bienen noch einen Spritzer Wasser.

 

Die Königinnen sollten mindestens mit der entsprechenden Jahresfarbe gezeichnete sein besser ist ein Nummernplättchen.

 

Die EWKs und MWKs müssen in einem voll funktionsfähigen Zustand angeliefert werden und mit einer Drehscheibe versehen sein. Die den übersehenden Drohnen den Weg nach draußen versperren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu kaufen zum Beispiel bei Bienen Voigt und Warenholz

 

Zu dem muss der Begattungskasten mit einer festen klaren Folie versehen sein. So dass man in den Bk reinschauen kann, ohne dass Bienen abfliegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleine Faustformel:

 

Die Begattungskästchen sollten ca. zu einem Drittel mit Bienen gefüllt sein.

 

Sind zu wenig Bienen im Kästchen, können diese u. U. nicht die notwendige Wärme erzeugen. Sollte in diesen Völkchen das Futter zu trocken sein oder gar austrocknen, so dass es die Bienen nicht mehr aufnehmen können, ziehen die Völkchen bei nächster Gelegenheit als „Hungerschwärmchen" aus.

 

Ich nehme zum Befüllen immer sehr gerne den 150g Joghurtbecher von Lünebest. Der hat die perfekte Größe und Form.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richtlinie für die Menge an Bienen:

 

Apidea, Sweenty oder ähnlich: einen vollen Becher

 

Mini BK: einen 3/4 Becher

 

EWK: einen gut gehäuften Becher

 

 

 

Die Kästchen dürfen keine Altwaben enthalten! Der Wabenbau muss aus Hygienegründen auf neuen Mittelwandstreifen errichtet sein.

 

Es empfiehlt sich vorab sämtliche Holz-, Glas- und Kunststoffteile mit 2%iger Ätznatron- oder Sodalauge (200 g auf 10 Liter heißes Wasser) zu reinigen. Dadurch werden die Nosemasporen abgetötet. Bei Arbeiten mit Lauge Schutzhinweise beachten.

 

(Das ist nur eine Hilfestellung aus eigener Erfahrung. Daher alle Angaben ohne Gewähr)

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Befüllen.

 

Sebastian Runge

Basti`s Imkerei

 

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Zuchtgemeinschaft Dunkle Biene Nord