Satzung

 

 

Zuchtgemeinschaft Dunkle Biene Nord

 

 

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

 

1) Die Zuchtgruppe führt den Namen Zuchtgemeinschaft Dunkle Biene Nord (die

Kurzbezeichnung ist ZG DB Nord).

 

2) Die Zuchtgemeinschaft soll nicht in das Vereinsregister eingetragen werden.

 

3) Die Zuchtgemeinschaft hat ihren Sitz in Bad Segeberg.

 

4) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

 

§ 2 Verbandszugehörigkeit

 

Die Zuchtgemeinschaft ist Mitglied des „Landesverband Schleswig-Holsteinischer und

Hamburger Imker e.V.“

 

 

§ 3 Zweck und Ziele

 

1) Zweck:

 

a) Das Hauptziel der Zuchtgemeinschaft Dunkle Biene Nord ist, die Dunkle Biene

(Apis mellifera mellifera) als ursprünglich einzige natürlich in Mitteleuropa

vorkommende Unterart der westlichen Honigbiene, vor dem Aussterben zu bewahren.

 

b) Die Zuchtgemeinschaft soll die Zusammenarbeit der in Schleswig Holstein sowie

umliegenden Regionen an der Erhaltung und Zucht interessierten Imker und ihre

Bemühungen zur Erhaltung der Dunklen Biene in seiner ganzen Bandbreite

unterstützen, verbessern und fördern.

 

c) Es soll der Aufbau und die Weiterführung einer eigenen „Regionalen Population“

der Dunklen Biene in Schleswig-Holstein, ihre Verbesserung, züchterische Auslese

(z.B. Krankheitsfestigkeit, Frühtrachteigenschaften, Sanftmut etc.) und Verbreitung

vorangetrieben werden.

 

d) Die Zuchtgemeinschaft Dunkle Biene Nord ist nicht wirtschaftlich arbeitend und

verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Diese sind die

Förderung und Verbreitung der Bienenhaltung und Bienenzucht innerhalb des

Zuchtgruppengebietes und damit die Sicherung der für die gesamte Bevölkerung

lebenswichtigen Bestäubung der Blüten des Obstes und vieler anderer

landwirtschaftlicher Nutzpflanzen so wie der Wildflora zum Nutzen der

Allgemeinheit.

 

 

2) Das Ziel soll erreicht werden insbesondere durch:

 

 

a) Beratung und Schulung der Mitglieder über planvolle und zeitgemäße

Bienenhaltung und Bienenzucht durch Wort, Schrift, Film, Standbesichtigung und

Lehrschau.

 

b) Beratung bei der Bekämpfung von Bienenkrankheiten, Befall von Parasiten und

Verdacht auf Schäden durch Pflanzenschutzgifte (Pestizide),

 

c) Beratung und Förderung der Wanderung,

 

d) Gegenseitige Unterstützung der Imker in der Betriebsweise durch Rat und Tat.

Dabei ist die Zuchtgemeinschaft selbstlos tätig und verfolgt keine in erster Linie

eigenwirtschaftlichen Zwecke.

 

 

§ 4 Zuchtordnung

 

Um die Zuchtziele zu definieren, entwirft die Zuchtgemeinschaft mit Hilfe der Mitglieder eine

eigene Zuchtordnung, die durch die Mitgliederversammlung beschlossen und genehmigt wird.

Die Zuchtordnung selbst ist nicht Bestandteil dieser Satzung.

 

 

§ 5 Mitgliedschaft

 

1) Mitglied kann jeder Imker und jede an der Sache der Bienenhaltung und Bienenzucht

Interessierte natürliche und juristische Person werden.

 

2) Der Antrag muss schriftlich erfolgen.

 

3) Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

 

4) Auf Vorschlag des Vorstandes oder mindestens drei Mitgliedern kann die

Mitgliederversammlung natürliche Personen zum Ehrenmitglied, Ehrenvorstandsmitglied oder

Ehrenvorsitzenden ernennen.

 

5) Die Ehrenmitglieder genießen die Rechte der Mitglieder; sie sind von der Beitragspflicht

befreit.

 

6) Jedes Mitglied ist berechtigt, Anträge an den Vorstand zu stellen,

 

7) Jedes Mitglied ist verpflichtet:

 

a) die Bestrebungen und Ziele der Zuchtgemeinschaft gemäß §3 der Satzung durch

eigenes Mitwirken zu unterstützen und damit bei der Bienenhaltung und Bienenzucht

allgemein und anderen Imkern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen,

 

b) diese Satzung einzuhalten und die endgültigen Beschlüsse der Zuchtgruppe zu

befolgen.

 

c) Nicht-Imker und Firmen (natürliche und juristische Personen) können fördernde

Mitglieder werden, sofern sie die Ziele des Vereins unterstützen. Einflussnahme auf

die Geschäftsführung der Zuchtgemeinschaft und seine Organe stehen ihnen nicht zu.

Sie haben kein Stimmrecht oder sonstige Befugnisse in der Zuchtgemeinschaft.

 

3) Beendigung der Mitgliedschaft:

 

a) Die Mitgliedschaft erlischt am Ende des Geschäftsjahres, wenn sie bis zum

1.Oktober des laufenden Jahres schriftlich beim Vereinsvorstand gekündigt worden

ist.

 

b) Bei Auflösung der Zuchtgemeinschaft.

 

c) Durch Tod des Mitgliedes.

 

d) Aufgrund einstimmigen Vorstandbeschlusses.

 

e) Mitglieder, die gröblich gegen die Satzung verstoßen, sich unehrenhafte

Handlungen zu Schulden kommen lassen oder in anderer Weise durch ihr Verhalten

das Ansehen der Zuchtgemeinschaft oder die Sache der Bienenzucht schädigen,

können durch Beschluss einer Mitgliederversammlung mit zwei Drittel

Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder aus der Zuchtgemeinschaft

ausgeschlossen werden.

 

f) Dem Beschuldigten Mitglied ist aber vor der Abstimmung Gelegenheit zu seiner

Rechtfertigung zu geben. Die Abstimmung hierzu kann nur durch Stimmzettel

erfolgen.

 

g) Die Berufung muss innerhalb von vier Wochen nach Bekanntgabe des Ausschlusses

des Mitglieds dem Vorstand und allen Mitgliedern in schriftlicher Form zugegangen

sein.

 

h) Schriftverkehr mit Mitgliedern gilt diesen insbesondere im Ausschlussverfahren

drei Tage nach Versendung an die letzte bekannte Adresse als zugegangen.

 

i) Ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf das

Vermögen der Zuchtgemeinschaft.

 

 

§ 6 Beiträge

 

1) Die Zuchtgemeinschaft erhebt von seinen Mitgliedern zur Deckung seiner Ausgaben

Beiträge.

 

2) Der Zuchtgemeinschaftsbeitrag wird von der Mitglieder-Hauptversammlung festgesetzt.

 

3) Die Mittel der Zuchtgemeinschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet

werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Zuchtgemeinschaft.

Auch darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Zuchtgemeinschaft fremd sind,

oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

 

§ 7 Datenschutz

 

1) Die Daten der Mitglieder der Zuchtgemeinschaft werden in einer elektronischen Datenbank

gespeichert. Diese Datenbank wird vom Vorstand geführt.

 

2) Die Bearbeitung, Dateneinsicht und Nutzung der Daten wird nach den Bestimmungen

und Rechtsvorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) gehandhabt.

 

3) Alle Personen mit einer Zugangsberechtigung zur Datenbank haben eine

Erklärung zur Einhaltung des Datenschutzes abzugeben und durch Unterschrift zu bestätigen.

 

4) Von den Mitgliedern sind Name, Adresse, Telefonnummern, Geburtstag, Schulungen,

Prüfungen und Urkunden im Zusammenhang mit der Imkerei sowie die Völkerzahl zu

erfassen und festzuhalten.

 

5) Der Landesverband unterhält eine Internetseite, auf der auch persönliche Daten, wie Name

und Adresse sowie evtl. die Telefonnummer von Mitgliedern erscheinen. Es werden nur Daten

mit schriftlichem Einverständnis der entsprechenden Person angegeben.

 

6) Jede in der Datenbank der Zuchtgemeinschaft geführte Person hat entsprechend der

Vorgabe des BDSG das Recht auf Einsicht oder schriftliche Auskunft der über sie geführten

Daten.

 

7) Mit Beendigung der Mitgliedschaft werden die personenbezogenen Daten des austretenden

Mitglieds aus dem Mitgliederverzeichnis gelöscht.

 

 

§ 8 Struktur des Vereins

 

1.) der Vorstand

 

2.) die Obmänner für Sonderaufgaben

 

3.) die Mitgliederversammlung

 

 

§ 9 Vorstand

 

1) Der Vorstand besteht aus

 

a) dem Vorsitzenden,

 

b) dem stellvertretenden Vorsitzenden,

 

c) dem Kassenwart.

 

2) Der Vorstand kann weitere Vorstandsmitglieder ernennen.

 

3) Der Vorstand führt die Geschäfte der Zuchtgemeinschaft. Der Vorstand repräsentiert diese

nach außen. Dabei kann jedes einzelne Vorstandsmitglied die Zuchtgemeinschaft

repräsentieren.

 

4) Die Wahl des Vorstandes erfolgt auf der Jahreshauptversammlung mit einfacher Mehrheit.

Sie kann durch Stimmzettel oder, auf Wunsch der anwesenden Mitglieder, durch Zuruf

erfolgen.

 

5) Die Wahl des Vorstandes erfolgt auf 2 Jahre.

 

6) Eine Wiederwahl sollte nur bis zur Vollendung des 75 Lebensjahres des Kandidaten

erfolgen.

 

 

§ 10 Obleute für Sonderaufgaben

 

1) Der Vorstand kann Obleute ernennen insbesondere für folgende Sonderaufgaben:

 

a) Zuchtwesen,

 

b) Körwesen

 

c) Bienengesundheit,

 

d) Wanderung,

 

e) Öffentlichkeitsarbeit.

 

2) Die Obleute sind von der Mitgliederversammlung zu bestätigen.

 

 

§ 11 Mitgliederversammlung

 

1) In jedem Jahr sollen mindesten 3 Mitgliederversammlungen stattfinden, von denen eine als

Jahres-Hauptversammlung einzuberufen ist.

 

2) Über jede Versammlung ist ein Beschlussprotokoll anzufertigen und den Mitgliedern

auszuhändigen. Auf der Jahreshauptversammlung ist ein ausführliches Protokoll anzufertigen,

das auf der nächsten Jahreshauptversammlung den Mitgliedern vorzutragen ist. Das Protokoll

wird nach Genehmigung durch die Mitglieder vom Vorsitzenden und dem Protokollführer

unterschrieben.

 

3) Zur Jahreshauptversammlung erfolgt eine schriftliche Einladung mit der Tagesordnung

mindestens acht Tage vor dem festgesetzten Termin.

 

4) Zu den anderen Versammlungen kann in einer dem Vorstand geeignet erscheinenden Weise

eingeladen werden. Die Einladung evtl. mit der Tagesordnung sollte ebenfalls mindestens acht

Tage vorher erfolgen.

 

5) Alle ordnungsgemäß einberufenen Versammlungen sind beschlussfähig. Anträge, die der

Beschlussfassung bedürfen, sollten dem Vorstand vorher schriftlich mitgeteilt werden.

Alle Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit getroffen, falls die Satzung nichts anders

bestimmt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

 

7) Die Zustellung per E-Mail ist dem Postweg gleichrangig. Die Mitteilung eventueller

Adressänderungen ist die Pflicht des einzelnen Mitglieds. Diese muss schriftlich erfolgen.

 

8) Die Hauptversammlung ist zuständig für:

 

a) Die Wahl des Vorstandes und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

 

b) Die Abberufung ist nur zulässig, wenn diese sich Pflichtverletzungen zuschulden

kommen lassen, Handlungen begehen, die gegen die Zuchtgemeinschaft gerichtet sind

oder wenn offenbar wird, dass sie ihren Aufgaben nicht gewachsen sind.

 

c) Die Wahl der Rechnungsprüfer.

 

d) Die Entlastung des Vorstandes hinsichtlich der Geschäftsführung und der

Jahresabrechnung.

 

e) Die Abänderung und Ergänzung der Satzung , hierzu sind zwei Drittel der Stimmen

der Hauptversammlung erforderlich.

 

 

§ 12 Außerordentliche Hauptversammlung

 

Eine außerordentliche Hauptversammlung wird einberufen, wenn der Vorstand sie für

notwendig hält oder ist einzuberufen, wenn ein Drittel der Mitglieder sie beantragt.

 

 

§ 13 Auflösung

 

Nur eine Hauptversammlung kann über die Auflösung der Zuchtgemeinschaft mit zwei Drittel

Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder beschließen.

Im Falle einer Auflösung des Vereins oder bei Wegfall der Gemeinnützigkeit ist das

Vermögen des Vereins zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Grundsätzlich soll das

Vermögen an gemeinnützigen Institutionen fallen, deren Zweck auch die Förderung der

Bienenzucht ist. Beschlüsse über die künftige Verwendung dürfen erst nach Einwilligung des

Finanzamtes ausgeführt werden.

Bei einer Auflösung ist bis zur Klärung der Vermögensverwendung der Landesverband

Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V. Treuhänder.

 

Ende der Satzung

 

Stand Mai 2014

 

Diese Satzung wurde von der Hauptversammlung am 17.05.2014 in der Imkerschule Bad Segeberg

in ihrem Grundgedanken beschlossen.

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